Gartenbaumuseum

Sonderausstellungen

Pieter Aertsen, Obst- und Gemüsehandel, 1569, copyrith: Hallwylska museet, Stockholm
Pieter Aertsen, Obst- und Gemüsehandel, 1569, copyrith: Hallwylska museet, Stockholm, Foto: Jens Mohr

Aktuell

2018 - "Geschmack der Regionen – Obst und Gemüse neu entdeckt!"

04.03. bis zum 31.10.2018

In der neuen Sonderausstellung wird der Besucher auf eine Schatzsuche mitgenommen. Zu finden ist die unerhörte Vielfalt der in unseren Breiten im Freiland kultivierbaren Obst- und Gemüsearten. Diese ist viel größer, als das unser heutiges Marktangebot erwarten lässt. Diverse Arten und Sorten wurden in vergangenen Zeiten in Deutschland angebaut, später aber aus verschiedenen Gründen verdrängt. Der Verlust dieses Schatzes wiegt schwer, denn mit ihm verschwindet genetische Vielfalt, in diesem Fall Kulturpflanzen mit Eigenschaften, die über Jahrhunderte von Menschen gezielt entwickelt wurden. Darüber hinaus geht auch der Reichtum an kulinarischem Geschmack und regional gewachsener Esskultur verloren. Es ist eine Eigenart dieses Schatzes der Vielfalt von Obst und Gemüse, dass der beste Weg ihn zu bewahren, seine kontinuierliche Nutzung ist.

"Forscherbuch" für junge Ausstellungsbesucher

Das Rästsel des Vertumnus
Das Rätsel des Vertumnus

Junge Besucher können sich mit einem "Forscherbuch" auf den Weg durch die Ausstellung begeben. Ergebnisse und Ideen der jungen Forscher können gern an unsere E-Mail-Adresse: regionalergeschmack@gartenbaumuseum.de geschickt werden. Ausgewählte Einsendungen werden wir auf unserer Homepage veröffentlichen und/oder in der Ausstellung zeigen. Viel Spaß beim Mitmachen!

Ein Schatz der genutzt werden muss, um ihn zu erhalten

Die Ausstellung widmet sich im historischen Teil dem Wandel des genutzten Obst- und Gemüsespektrums und seiner Ursachen vom Mittelalter bis in die jüngere Vergangenheit. Es wird anschaulich, unterhaltsam und mit vielen Beispielen vermittelt, welche Arten und Sorten in vergangenen Zeiten in Deutschland angebaut und verzehrt wurden. Eine ganze Reihe davon ist heute kaum noch bekannt. Vorgestellt werden auch bis in die Gegenwart kultivierte Obst- und Gemüseraritäten verschiedener Regionen, die als Nischenprodukte ebenfalls zu verschwinden drohen. Oftmals werden diese für die lokale Küche genutzt, so dass sie Teil der kulturellen Identität sind. Wenn solche wohlschmeckenden Raritäten in Vergessenheit geraten, werden sie nicht mehr nachgefragt, in der Folge nicht mehr angebaut, und die Saatgutproduktion kommt zum Erliegen. Nicht immer wird Saatgut in einer Genbank aufbewahrt, so dass die Kulturpflanze unwiederbringlich verloren gehen kann.

Obst- und Gemüseraritäten – eine Chance des regionalen Anbaus

Einst traditionell angebaute Arten und Sorten sind besonders für den heutigen regionalen Anbau geeignet. Vor allem dort können wiederentdeckte Obst- und Gemüseraritäten zu neuem Leben erweckt werden. Zu den Themen der Ausstellung gehört ein Vergleich der regionalen gegenüber der globalen Marktversorgung. Neben den Chancen, die der Anbau neu entdeckter Obst- und Gemüseraritäten für ortsansässige Anbauer, Verarbeiter und Händler bietet, wird der CO2-Fußabdruck thematisiert. Wegen des geringen Transportaufwands bei regionaler Erzeugung weist solcherart kultiviertes Obst und Gemüse zumeist eine besonders günstige Klimabilanz auf. Besucher der Ausstellung können die großen Unterschiede des CO2-Fußabdrucks von Obst und Gemüse verschiedener Herkünfte über einen Scanner ähnlich wie im Einkaufsmarkt ablesen.

Eine Ausstellung auf Reise

„Geschmack der Regionen – Obst und Gemüse neu entdeckt!“ ist als Wanderausstellung angelegt. Sie wird in den kommenden Jahren von Erfurt aus in verschiedenen Regionen Deutschlands gezeigt. Ziel ist, viele Menschen für die reich gedeckte Tafel zu interessieren, die uns (fast) vergessenes Obst und Gemüse aus heimischem Anbau bieten kann. Ein Teil der Ausstellung ist für Beiträge lokaler Akteure reserviert, die Obst- und Gemüseraritäten in der Region des jeweiligen Ausstellungsorts vorstellen können. Hierbei kooperiert das Deutsche Gartenbaumuseum mit Slow Food Deutschland e.V. Diverse interaktive Angebote in der Ausstellung führen unterhaltsam und erlebnisreich in die faszinierende Entwicklung unserer Obst- und Gemüsevielfalt, und es werden Tipps und Hinweise für den eigenen Anbau, Informationen zu Saatgutquellen und Rezeptvorschläge gegeben.

Die Sonderausstellung kann in der Zeit vom 04.03. bis zum 31.10.2018 besichtigt werden.

Die Förderung des Vorhabens erfolgt mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Das Konzept für die Sonderausstellung wurde vom Deutschen Gartenbaumuseum Erfurt unter Beteiligung externer Fachleute erarbeitet.

 

Logo Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und BLE
Förderkennzeichen: 2814BM080
Begleitbroschüre zur Sonderausstellung "Geschmack der Regionen - Obst und Gemüse neu entdeckt!"

Begleitbroschüre zur Sonderausstellung

"Geschmack der Regionen - Obst und Gemüse neu entdeckt!"

Bestellung und weitere Informationen

Begleitbroschüre zur Sonderausstellung "Geschmack der Regionen - Obst und Gemüse neu entdeckt!"

Begleitbroschüre zur Sonderausstellung

"Geschmack der Regionen - Obst und Gemüse neu entdeckt!"

Regionale Spezialitäten aus Erfurt/Thüringen

Weitere Informationen

Ausstellungsrückblick :

  • (2017) "Heinrich Siesmayer (1817 - 1900) Gartenkünstler der Gründerzeit"
    - die Tafelausstellung wurde von der Projektleiterin Barbara Vogt, KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH, konzipiert und vom Deutschen Gartenbaumuseum erweitert
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  • (2017) "Boden des Jahres - Hortisol"
    - eine Wanderausstellung der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie
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  • (2016) "Exotische Früchte auf einem Wochenmarkt"
    - die Ausstellung ist vom Pfalzmuseum für Naturkunde in Bad Dürkheim konzipiert worden
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  • (2015) "Aster, Phlox, Paeonia - Pflanzenvielfalt in Parks und Gärten"
    – die Idee stammt vom Stadtmuseum Hornmoldhaus in Bietigheim-Bissingen
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  • (2014) "Gartenträume - Plakatkunst von Mucha bis Staeck"
    – aus der Plakatsammlung von Peter Drecker aus Bottrop - Plakatkunst vom Jugendstil bis in unsere Zeit
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  • (2014) "Plakatwettbewerb BUGA 2021"
    – ein Plakatwettbewerb zur Bundesgartenschau mit 3 Erfurter 11. Klassen, gefördert durch die Herbert Heise-Stiftung
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  • (2013) "Natur wird Kunst – Georg Arends"
    – eine Ausstellung des Deutschen Gartenbaumuseums Erfurt in Zusammenarbeit mit der Staudengärtnerei Arends Maubach in Wuppertal-Ronsdorf
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  • (2012) "Gärtner – Beruf mit Tradition und Zukunft"
    – eine Ausstellung des Deutschen Gartenbaumuseums Erfurt
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  • (2011) "Kräuter, Drogen und Extrakte – Pflanzenwirkstoffe im Alltag"
    – eine Ausstellung des Deutschen Gartenbaumuseums Erfurt, gefördert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
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  • (2010) "Das Maiglöckchen: Vom Wundermittel zum Mauerblümchen"
    Konzeption: Kalliope MuseumsService Wedel
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  • (2010) "Christian Reichart – 325. Geburtstag Christian Reicharts
    (1685 bis 1775) – Wegbereiter des intensiven Erwerbsgartenbaus und bedeutende Erfurter Persönlichkeit"
    Eine Ausstellung im Erfurter Rathaus, 20.08. - 05.09.2010
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  • (2009) "Locker und luftig - Bodenbearbeitung im Gartenbau"
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  • (2009) "Unter unseren Füßen - Lebensraum Boden"
    Leihgeber: Naturkundemuseum Görlitz
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  • (2008) "Kultivierte Erde - Kulturlandschaften aus der Luft fotografiert"
    Konzeption und Leihgeber: Olivier Lasserre aus Lausanne
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  • (2008) "Natur & Druck" - Naturselbstdruck mit Pflanzen"
    Ausstellungsidee: Ernst August Zimmermann aus Erfurt und Peter Norbert Heilmann aus Mainz
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  • (2007) "Scharfe Sachen - Die Geschichte der gärtnerischen Schneidegeräte"
    Konzeption und Leihgeber: Interessengemeinschaft zur Förderung der Gartenkultur e.V.
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  • (2006) „Neue Lebenswelten! Gartenstädte in Deutschland“
    – eine Ausstellung des Deutschen Gartenbaumuseums Erfurt
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  • (2005) „Künstlicher Regen – Eine Annäherung an die Gießkanne“
    – eine Ausstellung des Schwäbischen Bauernhofmuseum Illerbeuren, gemeinsam mit JANUS EVENTS, Illertissen
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  • (2005) „Dialoge Landschaften II“
    ein Projekt des Verbandes bildender Künstler Thüringen mit Studenten der Fachhochschule Erfurt, Fachbereich Landschaftsarchitektur und dem Deutschen Gartenbaumuseum
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  • (2004) „Garten der nachwachsenden Rohstoffe“
    - ausgeliehen durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
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  • (2004) „Garten der Vielfalt“
    - ausgeliehen durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
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  • (2004) „Garten der Nützlinge“
    - ausgeliehen durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
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  • (2003) „Fürst Pückler und sein Gartenreich Branitz/Cottbus“
    eine Ausstellung der Stiftung Fürst Pückler Museum Branitz
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  • (2003) „Das Geheimnis der Kamelie“
    - eine Tafelausstellung der Staatlichen Schlösser und Gärten Dresdens
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  • (2002) „Geliebt und verspottet – Der Gartenzwerg wird 130“
    – eine Ausstellung von Claudia Rücker & Andrea Szatmary aus Berlin
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  • (2002) „Karl Foerster – Vom großen Welt- und Gartenspiel“
    – eine Tafelausstellung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
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  • (2001) „Drei Fenster in Erfurts grüne Vergangenheit“
    – eine Ausstellung des Deutschen Gartenbaumuseums Erfurt
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